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Studienfahrt im Juni 2015 - Faszination durch Pizza und Gl├╝hw├╝rmchen

Sonne, Strand und die bekannten toskanischen Sehensw├╝rdigkeiten: Das klingt nach perfekter Erholung und vielen neuen Eindr├╝cken. Genau dies konnte die Klassenstufe 11 des Gymnasiums Fridericianum Rudolstadt vom 08. bis 11. Juni 2015 erleben.

Die Fahrt zum Zielort Marina di Bibbona begann am 7. Juni abends in Rudolstadt und war zwar wie zu erwarten sehr lang, jedoch ├╝bert├Ânte die Vorfreude M├╝digkeit, K├Ąlte und Langeweile. Am fr├╝hen Nachmittag kamen wir dann an und nach dem Belegen der Bungalows zog es fast alle zum Strand. Die Temperatur lag bei 30┬░ C und das Mittelmeer lockte. Nach diesem ausf├╝hrlichen Strandbesuch gab es Abendbrot, genau genommen Nudeln mit Tomatenso├če, Pommes mit Schnitzel und Schokoladenpudding. Erschreckend war es festzustellen, dass s├Ąmtliche Teller, Sch├╝sseln und das Besteck aus Plastikmaterial oder Aluminium bestanden, was nach dem Essen weggeworfen wurde! Der Tag klang aus mit interessanten Gespr├Ąchsrunden auf den Terrassen der Bungalows, zu denen sich die Sch├╝ler gr├╝ppchenweise zusammenfanden.

F├╝r den Dienstag wurde ein Ausflug nach Pisa und Florenz organisiert. Zuvor hatten wir aber noch Zeit, in Ruhe zu fr├╝hst├╝cken und unsere Sachen f├╝r den Tag zu packen. Zuerst besuchten wir Pisa, wo wir eine Stunde Zeit hatten, die Piazza dei Miracoli mit dem schiefen Turm anzusehen. Anschlie├čend fuhren wir nach Florenz; dort konnten wir ausgiebig Sehensw├╝rdigkeiten wie den Dom, die Ponte Vecchio oder die Piazza della Signoria bewundern. Begeisterung l├Âsten bei mir vor allem das wundersch├Âne florentinische Papier, das leckere, aber teure Essen und die Maler mit ihren selbstgemalten Bildern aus. Nach dem individuellen Ausflug in Florenz unternahmen wir eine Fahrt durch die typische toskanische Landschaft. Dabei waren die bekannten S├Ąulenzypressen, orangefarbene H├Ąuser und die h├╝gelige Landschaft besonders zu entdecken. Zus├Ątzlich schm├╝ckten witzige Spr├╝che der Busfahrer zur gew├Âhnungsbed├╝rftigen Fahrweise der Italiener auf den Landstra├čen diese Fahrt aus. Nach einem vollen Tagesprogramm kamen wir rechtzeitig zum Abendbrot an. Der weitere Abend verlief ├Ąhnlich wie der vorige mit Kartenspielen, einem Besuch am Strand und fiesen M├╝ckenstichen.

Am Mittwoch, dem 10. Juni, fuhren wir zur Insel Elba mit einer F├Ąhre. F├╝r ein paar Sch├╝ler war die Fahrt von 45 Minuten anstrengend wegen des "Hin-und-her-Gewackels", aber auch das wurde gemeistert. Andere konnten die Sonne und den starken Wind durchaus genie├čen. Da wir schon fr├╝h in der Hafenstadt ankamen, hatten wir eine Stunde Zeit zum Erkunden. Manche suchten verzweifelt nach einem Supermarkt oder belagerten Souvenirst├Ąnde. Andere machten es sich auf der Hafenmauer gem├╝tlich und genossen die Aussicht auf das Meer. Anschlie├čend fuhren wir zum Haus von Napoleons Verbannung und konnten sogar in seine ehemaligen R├Ąumlichkeiten eintreten. Vor diesem gro├čen Geb├Ąude, in dem es Napoleon sicher nicht schlecht erging, machten wir auch das Foto von der gesamten Klassenstufe. Zur├╝ck im Camp "Free Beach" probierten mehrere den Pool zur Abk├╝hlung aus. Nach dem Abendbrot jedoch, als die Sonne fast untergegangen und der Sand nicht mehr so hei├č war, ergab sich die M├Âglichkeit, sich vom Strand verabschieden zu k├Ânnen. Ab 22.00 Uhr waren wir wieder in der Anlage und der letzte Abend gestaltete sich an den Bungalows wie gehabt, nur dass er etwas l├Ąnger andauerte.

Der folgende Donnerstagmorgen war erf├╝llt mit allgemeiner Aufbruchsstimmung und Pack- und Putzaktionen vor und nach dem Fr├╝hst├╝ck. Da alles reibungslos funktionierte und alle ├╝berp├╝nktlich bereit vor dem Tor standen, konnten wir eine halbe Stunde eher losfahren als gedacht. Die Fahrt nach Venedig dauerte mit dem Bus 4 Stunden und um in die Innenstadt zu gelangen, wurde ein Bootstaxi bestellt. Vom Anlegesteg bis hin zum zentralen Markusplatz liefen wir gemeinsam und ab da l├Âste sich die Gesellschaft auf. Wir bekamen gen├╝gend Zeit, um uns von den schmalen Gassen, den wundersch├Ânen Balkonen und Wasserstra├čen faszinieren zu lassen. Nach vielen Stunden trafen wir uns wieder am Anlegesteg des Bootes. Dort wurden die geschossenen Fotos sofort ausgetauscht und fast alle hatten sich Masken gekauft. Diese wurden nat├╝rlich auch gern am Gesicht gezeigt. Nach einiger Zeit des Wartens kam unser Bootstaxi nicht, doch wir wurden liebevollerweise von einem anderen Boot wieder zu den Bussen gebracht.

In Rudolstadt kamen wir fr├╝her als geplant am Freitag, dem 12. Juni, gegen 11.00 Uhr an. Die Eltern warteten schon zum Abholen ihrer Kinder und winkten uns zu. Nach heftigen Abschiedsdr├╝ckern gingen nun alle nach Hause zum Weiterschlafen, Duschen oder Essen.

Ich denke, vor allem die kleinen Details, wie die zahlreichen und faszinierenden Gl├╝hw├╝rmchen auf dem Weg vom Strand zum Camp, die typischen Balkone an den H├Ąusern, Sonnenbrand und leckere Pizza werden uns besonders lange in Erinnerung bleiben. Dies war unsere erste und bedauerlicherweise auch unsere letzte Kursfahrt. In einem Jahr werden wir auseinandergehen, aber wir werden uns ein Leben lang an diese wundersch├Âne Zeit w├Ąhrend der Kursfahrt in die Toskana erinnern.

Janika Liermann, 11D // 07/2015

Impressionen