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Projekttage Ethik/Religion 2019 | Auf den Spuren jĂĽdischen Lebens

Auch in diesem Schuljahr organisierte die Fachschaft Ethik/Religion des Gymnasiums Fridericianum fĂĽr alle SchĂĽlerInnen der sechsten Klassen Projekttage zum Thema Judentum.

Nachdem die SchülerInnen im Unterricht bereits viel über die Grundlagen der jüdischen Religion gelernt hatten, bekamen sie am Dienstag, den 04.06.2019, Gelegenheit, ihr Wissen zu vertiefen und in Erfurt Stätten jüdischen Lebens kennenzulernen. In der Kleinen Synagoge konnten sie selbst den Ablauf eines jüdischen Gottesdienstes nachempfinden und erweiterten ihr Allgemeinwissen über die Religion. Die Besichtigung der in der Nähe der Krämerbrücke gelegenen, bei Bauarbeiten zufällig gefundenen und wieder zugängig gemachten Mikwe verdeutlichte den SchülerInnen die Bedeutung ritueller Reinheit für Gläubige. Auch die anschaulichen Informationen einer Mitarbeiterin des „Netzwerks Jüdisches Leben Erfurt“ halfen, ein tieferes Verständnis für die traditionelle jüdische Lebensweise zu entwickeln.

Der Höhepunkt der Exkursion war der Besuch der Alten Synagoge, welche die älteste mittel-alterliche Synagoge Europas ist, die noch bis zum Dach erhalten ist. Mit Fragebögen und iPods ausgestattet, erkundeten die jungen Leute das Museum selbstständig. Besonders sehenswert ist der 1998 gefundene jüdische Schatz mit dem berühmten Hochzeitsring.

Am zweiten Projekttag hatten die SchülerInnen die Möglichkeit, einzigartige Stücke aus der Judaica-Sammlung der Heidecksburg zu sehen. Museumspädagogin Frau Stern und Magazinmeister Herr Krauße öffneten extra das Magazin des Museums, damit die Sechstklässler die rituellen Gegenstände der ehemaligen jüdischen Gemeinde von Rudolstadt aus der Nähe anschauen konnten. Dazu gehörten u.a. Gebetsbücher, Thoramäntel und Thorawimpel.

Außerdem lösten die Schüler unterschiedliche andere Aufgaben, die im Zusammenhang mit dem jüdischen Alltag, Festen, Geboten und verwandten Themen standen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Form des Lernens an anderen Orten durch die Anschaulichkeit und den Abwechslungsreichtum zu einer Festigung des Lernstoffes beitrug und sowohl von den Schülern als auch den beteiligten Lehrkräften insgesamt sehr positiv bewertet wurde.

Text: G. Moussaoui | Fotos: Moussaoui, Liebetrau, Koch | 06/2019

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