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SCHULBRÜCKE EUROPA - INTERKULTURELLES LERNEN IN WEIMAR 2010

Acht Schüler vom Gymnasium Fridericianum besuchten vom 22. bis zum 30. Oktober 2010 die Europäische Jugend- und Begegnungsstätte Weimar. Sie nahmen erneut als Vertreter ihrer Schule an der internationalen Jugendbegegnung "Schulbrücke Europa" der Deutschen Nationalstiftung und der Boschstiftung teil.

Das Thema war ,,Europäische oder Nationale Identität - die falsche Alternative?" Mit weiteren Jugendlichen aus Polen/Krakau, der Slowakei, Südtirol/Meran sowie Göttingen studierten wir die Geschichte EUROPAS, lernten während einer Tagesexkursion die Thüringer Landeshauptstadt ERFURT aus der europäischen Perspektive näher kennen und erkundeten Weimar mittels einer Stadtrellay. Fakultativ besichtigten einige von uns das Konzentrationslager Buchenwald.

Spannend und interessant fanden wir die internationale Zimmerbelegung sowie die Bearbeitung der Themenkomplexe Bildung, Krieg und Frieden, Ökologie und Ökonomie und Menschenrechte in gemischten Gruppen.

Die Produkte dieser Arbeit wurden an einen Zeitstrahl visualisiert und präsentiert. Dieser wuchs in den 9 Tagen auf über "10m europäische Geschichte" an.

Durch die internationale Zimmerbelegung lernten wir uns sehr schnell kennen und erste Freundschaften liesen nicht lange auf sich warten. Alle waren entweder deutsche Muttersprachler oder lernen Deutsch in der Schule, was die Verständigung um einiges erleichterte.

Man konnte während des ganzen Seminars einen roten Faden erkennen, nämlich Europa als ein Ganzes zu erfassen und die Geschichte Europas aus der Perspektive des jeweils eigenen Landes zu erkunden.

Unsere Projektleiter Dr. Frithjof Reinhardt und Thomas von der Gönna haben uns immer wieder Denkanstöße gegeben und passendes Material und Enzyklopädien zu Verfügung gestellt.

Für die drei Jungen und fünf Mädchen des Fridericianum war es eine prägende und emotionale Erfahrung, sich mit den anderen Jugendlichen aus Europa auszutauschen und über aktuelle Probleme, wie die Einführung des Euro in allen Ländern oder die Zukunft Europas in 40 Jahren zu diskutieren und dadurch neue Meinungen und Perspektiven zu entwickeln. Wehmütig, aber mit dem Versprechen in Kontakt zu bleiben, trennte man sich nach 9 erfahrungsreichen Tagen von den neu gewonnenen Freundinnen und Freunden.