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Schulbr├╝cke 2012 - 9 Tage, 216 Stunden, 12960 Minuten, 777600 Sekunden - erf├╝llt mit Lachen, Wissen & Kultur

40 Jugendliche. 40 Jugendliche unterschiedlichen Alters, aus 5 verschiedenen Nationen, 40 unterschiedliche Pers├Ânlichkeiten mit verschiedenen Tr├Ąumen, aber f├╝r 9 Tage hat uns alle eines verbunden - die Schulbr├╝cke Europa.

Tomek Sa┼éek (Polen): "Es war eine sehr wichtige Erfahrung f├╝r mich, ich habe mein Deutsch verbessert, viele neue Leute aus anderen L├Ąndern und neue Speisen kennengelernt. Ich hatte viel Spa├č, f├╝r mich war es fantastisch. Zuerst hatte ich Angst, dass ich nichts verstehen werde, aber sp├Ąter habe ich gemerkt, dass es viele gab, die auch nicht perfekt Deutsch sprechen konnten. Das war super."

Als wir am 4.10.2012 nachmittags in Weimar ankamen, waren wir schon alle etwas aufgeregt. Was w├╝rde uns die Woche erwarten, wie werden die anderen Teilnehmer sein, und vor allem, wer wird mit wem ein Zimmer teilen? Fragen ├╝ber Fragen, die jedoch schnell gekl├Ąrt wurden. Schon nach kurzer Zeit stand f├╝r jeden von uns fest, dass die Idee mit der internationalen Zimmeraufteilung in der EJBW mehr als gut war. Man kn├╝pfte die ersten Kontakte und danach folgte die offizielle Begr├╝├čung durch die Seminarleiter Dr. Frithjof Reinhardt und Thomas von der G├Ânna.

Den ersten Abend verbrachten wir alle zusammen beim gemeinsamen Singen, Gitarre spielen und reden. Am n├Ąchsten Morgen erwarteten uns nach dem Fr├╝hst├╝ck einige lustige Kennlernspiele, dann gingen wir langsam zum eigentlichen Programm des Seminars ├╝ber. Die schon Wochen zuvor vorbereiteten Vortr├Ąge ├╝ber den Wohnort und die Schule wurden mit Hilfe von Plakaten, Powerpoint, Theaterst├╝cken und T├Ąnzen pr├Ąsentiert. Wir bekamen alle einen interessanten Eindruck von der Kultur und dem Leben in Bulgarien, Rum├Ąnien, Polen und der Slowakei. Mit Neugier geweckt erkundeten wir in den n├Ąchsten Stunden in kleinen Gruppen Weimar und stellten anschlie├čend unsere Ergebnisse vor. Am Ende des Tages bekamen wir aus einer v├Âllig anderen Perspektive die Traditionen der verschiedenen L├Ąnder gezeigt. Jede Nation hatte etwas zum internationalen Buffet beigetragen, was f├╝r einen leckeren und am├╝santen Abschluss sorgte.

Kristian Korsos (Rum├Ąnien): "Es war wundersch├Ân und interessant, Menschen kennenzulernen und mit anderen Nationen zu arbeiten, ist prima abgelaufen."

In den folgenden Tagen arbeiteten wir in internationalen 5er-Gruppen intensiv an verschiedenen Themen, wie z.B. Menschenrechte, ├ľkologie, Krieg & Frieden, Bildung & Werte. Dabei wurden hohe Anforderungen an uns gestellt und ab und zu kam es zu kleinen Problemen mit der Sprache. Allerdings waren wir alle schwer beeindruckt von den Deutschkenntnissen und leicht verlegen, dass wir da mit unserem Englisch nicht mithalten konnten. Aufgelockert wurde die schon manchmal sehr anstrengende Arbeit durch regelm├Ą├čige lange Pausen, welche wir ganz nach unseren W├╝nschen gestalten konnten. Museumsbesuche, Shopping oder einfach eine Runde Tischkicker im Freizeitraum der EJBW sorgten langsam, aber sicher daf├╝r, dass wir alle Freunde wurden. Die anf├Ąngliche Unsicherheit vor und vor allem mit den Anderen zu reden wich einem Gef├╝hl des Zusammenhalts und Vertrauens.

Bea Neiszt (Rum├Ąnien): "F├╝r mich war das eine positive Erfahrung, weil ich einerseits die Gelegenheit hatte neue tolle Menschen kennenzulernen, sozial zu sein und andererseits gelernt habe, was Vertrauen bedeutet. Dadurch, dass die Gruppen gemischt waren, hatten wir die Gelegenheit uns besser kennenzulernen, auch w├Ąhrend der Arbeitszeit."

Nat├╝rlich wurde, wie in jeder bisher stattgefundenen Schulbr├╝cke, auch symbolisch eine kleine Holzbr├╝cke gebaut, die eigentlich f├╝r alles, was wir in diesem Seminar lernen konnten, steht.

Michelle Bourv├ę (Deutschland): "So viel, wie ich in dieser einen Woche in Weimar gelernt habe, in Sachen wie Toleranz und Respekt, habe ich in meiner ganzen Schulzeit nicht gelernt."

Spielerisch in Form von Dialogen, Wissensquiz oder Auff├╝hrungen stellten wir unsere Ergebnisse in den Kleingruppen vor und ernteten, ganz zu unserer ├ťberraschung, viel Lob. Man war schon stolz, wenn man sah was man geschafft hatte, der meterlange Zeitstrahl ist daf├╝r ein gutes Beispiel. Am 9.10.2012 stand nach mehreren Tagen Arbeit eine Exkursion nach Erfurt auf dem Programm. Nach einer interessanten Stadtf├╝hrung erlebten wir einen sch├Ânen Tag zusammen in unserer Landeshauptstadt.

Mit Zukunftsgeschichten verbrachten wir die letzten zwei Tage des Seminars. Daf├╝r bewegten wir uns weg von den Ereignissen in der Vergangenheit und Gegenwart und erfanden verschiedene Zukunftsszenarien.

Maria Cotuna (Rum├Ąnien): "Ich glaube dieses Programm war sehr gut aufgebaut, meiner Meinung nach hat es alle Aspekte getroffen, die ich davon erwartet habe. Au├čerdem habe ich viele interessante Menschen kennengelernt und habe dabei gelernt, wie schwer, aber auch angenehm es war mit ihnen ein erfolgreiches Projekt aufzubauen. Ich betrachte die Erfahrung als sehr positiv und w├╝rde es jedem herzlich empfehlen, der etwas Bedeutendes lernen will."

Leider r├╝ckte das Ende immer n├Ąher. Der Bowling-Abend zum Abschluss machte uns den Abschied auch nicht gerade leichter. Es wurde ausgewertet, die Zertifikate ├╝berreicht und die letzten Gruppenfotos geschossen. Und dann war er auch schon da, der letzte gemeinsame Morgen. Einige mussten schon in den fr├╝hen Morgenstunden abreisen, auf sie warteten schlie├člich noch stundenlange Fl├╝ge zur├╝ck in die Heimat. Tr├Ąnen flossen zwar keine, aber es herrschte eine bedr├╝ckte Stimmung.

9 Tage lang haben wir jeden Morgen zusammen gefr├╝hst├╝ckt, gearbeitet, miteinander gelebt, diskutiert und vor allem eins, Spa├č gehabt. Ja wir sind sogar in nur 216 Stunden zu einer kleinen Familie herangewachsen und haben nicht nur etwas ├╝ber Europa gelernt, sonder auch ├╝ber uns. Das nicht z├Ąhlt woher man kommt oder wie man aussieht, sondern wer man ist. Diese Erfahrung k├Ânnen wir nur jedem ans Herz legen, es lohnt sich wirklich, an einem Projekt wie der Schulbr├╝cke Europa teilzunehmen. Und an alle Leute, die wir dort kennenlernen durften: "Man sieht sich immer zweimal im Leben. :)"

Plamena Nencheva (Bulgarien): "Also ich fand es sehr spannend, interessant und auch n├╝tzlich. Mir hat diese Mischung von internationalen Gruppen sehr gefallen, weil man auf diese Weise seinen Horizont erweitert - ich meine, dass wir etwas ├╝ber andere Kulturen gelernt haben, uns nach den Traditionen erkundigt haben und nat├╝rlich haben wir auch unser Deutsch verbessert und ge├╝bt, was das wichtigste ist. Kontakte haben wir auch gekn├╝pft, uns am├╝siert und ja, ich habe wirklich viel Spa├č gehabt."

Katja Helbig, Michelle-Sophie Becher, 10b, 06.01.2013